Was können Sie als Führungskraft dazu beitragen, damit der Umstieg vom Homeoffice zurück ins Büro möglichst reibungslos verläuft?

So schnell wie der Rückzug ins Homeoffice zu Beginn von Corona klappte, so kompliziert und unterschiedlich gestaltet sich nun die Rückkehr. Angesichts der Lockerungen in vielen Lebensbereichen stellt sich nun in den Firmen die Frage: Wann geht es zurück ins Büro? Und vor allem, wie?

Lessons Learned

Das wird in Unternehmen hoffentlich nun Schritt für Schritt passieren. Gut ist, wenn wir dafür auch die Erfahrungen aus der Zeit im Homeoffice nutzen. Mit Überlegungen wie

  • Wie haben wir die schwierige Zeit gemeistert?
  • Was hat sich bewährt, ist sogar besser geworden?
  • Welche neuen Arbeitsformen haben wir erprobt und für gut befunden?
  • Welche ungewohnten Wege sind wir gegangen und welche davon wollen wir gut integrieren?

Gerade für Eltern hat das Homeoffice an sich ja viele Vorteile. Folglich kann überlegt werden, ob man die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, stellenweise ausdehnt. Wenn Beschäftigte zu Hause eigenverantwortlicher arbeiten konnten, haben sie dies vielleicht auch schätzen gelernt. Es ist zu überlegen, ob diese Arbeitsweise nicht auch bei der Rückkehr ins Büro aufrechterhalten werden kann.

Jedoch zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass es nicht zu sinnvoll ist, nur von daheim zu arbeiten. Denn dadurch leidet langfristig die Zusammenarbeit und die Integration der Betreffenden im Team.

Konstruktive Diskussion

In meinen Augen ist es wichtig, die Vor-und Nachteile von Homeoffice konstruktiv zu diskutieren: Lassen sich Telefonate vielleicht besser in Ruhe zu Hause führen? Arbeitet es sich effizienter ohne die Ablenkung durch Kollegen? Oder machen Excel-Listen im Büro einfach mehr Spaß, wenn sich dabei mit dem Kollegen ein Gespräch entwickelt?

Führungskräfte sollten ihr Verhalten prüfen, möglicherweise umstellen und eher zielorientiert führen. Auch denke ich, dass Führungskräfte mit Ablehnung rechnen müssen, wenn sie versuchen, starre Regeln weiterzuführen, ohne das dies notwendig ist.

Bei der Deutschen Telekom wurde festgestellt, dass sich die Produktivität der Service-Abteilung im Homeoffice um acht Prozent steigerte. Telekom Chef Höttges will nicht ganz auf das Homeoffice umsteigen, aber hinterfragen wo dies sinnvoll sein könnte und wo nicht. Er glaubt, dass es gut ist, hybride Strukturen zu haben.
Ich glaube das auch.

Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Team werte ich die Erfahrungen der letzten Wochen in unserem Workshop „Lessons Learned“ aus. Für einen guten Weg in die gemeinsame Zukunft!

Bild von congerdesign auf Pixabay

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